• Abschied ist ein scharfes Schwert

    Abschied ist ein scharfes Schwert

    Mit diesen Worten aus einem Song von Roger Whitaker schließen wir den Blog. Bis Donnerstag sind wir noch am Strip, dann geht es über Chicago und Frankfurt nach Hamburg und schließlich nach Heide. Und was in Vegas passiert, bleibt in Vegas…. Wir hatten große Freude beim Blogschreiben und hoffen, dass nicht nur wir ihn gelesen haben. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Bis bald. 👋

  • Statistik

    Statistik

    Wir sind in Las Vegas angekommen. Es sind muckelige 39 Grad, fast wie in Deutschland. Die Klimaanlage läuft, gleich geht es ans Packen, Gas auffüllen, Entsorgen von Zeugs und natürlich noch zum Pool. Doch vorher eine kleine, lose zusammengestellte Statistik unserer Reise:

    • Übernachtungen im RV: 84
    • Übernachtungen im Hotel: 1
    • Museen: 10
    • Nationalparks/-Sites: 18
    • Konzerte: 1
    • Freizeitpark: 1
    • Presidental Library/Center: 3
    • Walmart: 30x
    • Tanken: 38x
    • Fast Food: 16x
    • Dumpen: 20x
    • Wäsche waschen: 10x
    • Ohne Strom und Wasser stehen: 11 Nächte
    • Campingplätze: 58
    • Mit Deutschen geschnackt: 3x
    • Von Amerikaner:innen auf die WM angesprochen: 3x
    • Witze/Sprüche/Frust von Amerikaner:innen über Donald Trump: mehr als man in Deutschland denkt
    • Amerikaner:innen, die uns erzählten, dass sie schon mal in Deutschland waren und/oder deutsche Vorfahren haben: jede/r, der/die mit uns gesprochen hat (inkl. der Menschen, die uns erzählten, sie waren in Norwegen, Italien oder einem anderen europäischen Land)
    • Höchste Temperatur: 41 Grad
    • Niedrigste Temperatur: -2 Grad
    • Tornadowarnung: 1
    • Schneesturm: 1
    • Regentage: 2
    • Zurückgelegte Strecke: 11144 Meilen = 17934 Kilometer

    Wir sind sehr erfüllt, glücklich und können uns gar nicht vorstellen, dass es am Donnerstag schon nach Hause gehen wird. Aber wie sagt man so schön? Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.

  • Second Chance, Teil 2

    Second Chance, Teil 2

    Der Zion NP und wir, das ist eine komplizierte Geschichte. 2024 hat er uns nicht so getoucht. Nun haben wir lange überlegt, ob wir überhaupt hinfahren und wenn ja, ob wir die eine Wanderung „The Narrows“ machen möchten. Denn die Wanderung führt durch den Virgin River. Man ist also gut beraten, sich im Bereich Equipment etwas vorzubereiten. Letztlich haben wir entschieden, zum Zion zu fahren, dort auch zu campen und die Wanderung durch den Fluss nicht zu machen. Es gibt ja schließlich auch den tollen Weg durch die Berge und die spannende Fahrt durch einen langen Felstunnel. Leider mussten wir gestern feststellen, dass genau dieser Weg und der Tunnel seit dem 7.6.26 für RV gesperrt ist. Naja, der Park macht es uns halt nicht leicht. Und natürlich sind wir dann doch in den Fluss gestiegen und mit klitschnassen Wanderschuhen wieder zurück zum Campingplatz gefahren, denn Wanderstock und Ersatzschuhe hatten wir im RV gelassen.

    Es war herrlich und wir revidieren unsere Meinung: Der Zion NP ist wunderschön.

    Der Tag war voller schöner Erlebnisse, da wir heute Morgen in Page nochmal an den Orten waren, die wir gestern vom Colorado aus gesehen haben und heute aus der Vogelperspektive.

    Nicht verschweigen wollen wir, dass der Bau des Glen Canyon Damms in den 60er Jahren eine nicht so nachhaltige Idee war. Der daraus entstandene Lake Powell umfasst nur noch 23% seines Volumens, die Stromversorgung in der Region ist akut gefährdet. Dabei gibt es dort sehr viel Sonne und Wind. Naja. Unsere gestrige Guide hat ein Gedicht vorgetragen, wie der Canyon war und durch den Bau des Damms geflutet wurde. Traurig…

    Doch nun lassen wir den Tag erstmal ausklingen:

    Im übrigen könnte man einen schlechteren Blick vom Campground haben.

  • Frei wie der Wind

    Frei wie der Wind

    Heute haben wir mal wieder einige Zeitsprünge vollzogen. Wir sind zwischen zwei Zeitzonen (Arizona und Utah) hin und her gefahren. Sind vier Wochen in der Zeit zurückgekehrt und haben ein weiteres Mal den Glen Canyon in Page besucht. Und wir haben uns in eine uns bekannte bekannte Zukunft katapultiert. Eigentlich wollten wir die Colorado River Tour bei unserem nächsten USA Besuch machen. Da wir aber frei wie der Wind sind, haben wir beschlossen, die Bootsfahrt schon dieses Mal zu buchen. Das war auf jeden Fall eine super Idee.

    Unser Boot
    Außentemperatur 35 grad, Wassertemperatur 12 grad
    Wildpferde am Ufer
    Der Glen Canyon Damm

    Kristallklares Wasser, blauer Himmel und über 300 Meter hohe Red Rock Klippen. Eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Tour.

    P.S.: Mit Begeisterung und Hoffnung haben wir die Berichte zur Einweihung des Presidental Centers in Chicago gelesen und gesehen. So viele Menschen von Rang und Namen, die es schaffen – ohne den orangenen Mann einmal zu erwähnen – ihn zu diskreditieren und sich gleichzeitig für Demokratie, Gewaltenteilung und Pressefreiheit einzusetzen, stimmt uns optimistisch. Eins der nächsten Reiseziele steht schon fest: das Presidental Center in Chicago, das die Präsidentschaft von Barack Obama beleuchtet.

    Edit: Deutschland hat gewonnen. Und nun passiert es auch, dass wir gefragt werden, ob wir wegen der WM in den USA sind. Wir freuen uns dann mit den Amis, das die USA schon in der nächsten Runde sind.

  • In 80 Tagen nicht ganz um die Welt

    In 80 Tagen nicht ganz um die Welt

    Seit mittlerweile 80 Tagen leben wir im Wohnmobil. Es kommt uns allerdings gar nicht so lange vor. Heute stand neben Pool, Lesen und Podcasthören ein erstes Aufräumen, Sichten und Aussortieren an, bevor es morgen auf die Tour auf dem Colorado River geht. Beim Sichten haben wir unter anderem unsere Souvenirs wiedergefunden:

    Lauter Kleinigkeiten für den Alltag bzw. zum Dekorieren, Alles von emotionalem Wert
    Da es in Arizona eine Stunde später ist, schaffte es ein Teil der Reisegruppe, zum Sonnenaufgang aufzustehen.
    Der Sonnenaufgang direkt an unserem Stellplatz

    Ein paar Eindrücke aus der Fauna rund um den Camper:

    Eine Echse am Fire Pit
    Roadrunner

    Heute Morgen war ein Kolibri zu sehen.

  • Dieser Weg wird kein leichter sein

    Dieser Weg wird kein leichter sein

    Ja, er ist ein Verschwörungstheoretiker, aber dieses Zitat aus dem WM-Hit aus 2006 passt heute einfach zu gut. So langsam kommt die WM bei uns an oder liegt es doch an unserem heutigen Wanderweg? Um kurz nach 7 Uhr sind wir vom Campingplatz aus zu Fuß zur „Wall Street“ aufgebrochen, ein überaus steiler Abstieg in den Bryce Canyon. Der Weg sollte eigentlich wegen Bauarbeiten gesperrt sein, war er aber glücklicherweise nicht.

    Nachdem wir den steinigen und schweren Weg bezwungen haben, ging es stetig wieder bergauf quer durch den Canyon. Wunderschön!

    Und auch, wenn wir den Weg an sich schon kannten, ist unser Fazit: wir sind Bryce Canyon Ultras.

    Thors Hammer

    Der Weg nach Page (Arizona) führte wieder durch wunderbare Landschaft. Morgen wollen wir erstmal akklimatisieren: es sind hier bis zu 38 Grad. Das ist trotz trockener Wüstenhitze dann doch sehr warm. Zum Glück gibt es einen Pool (leider ohne Sonnenschirme).

    Und die WM? Unter Public Viewing versteht man hier das öffentliche Aufbahren eines verstorbenen Menschen. Dem wollen wir lieber nicht beiwohnen. Vielleicht suchen wir uns am Samstag eine Lokalität mit zehn Fernsehern, auf denen Sport läuft und fragen, ob wir auf einem WM gucken dürfen….

  • 1 nail and 1001 hoodoos

    1 nail and 1001 hoodoos

    Nachdem heute nach knapp vier Stunden Wartezeit der Reifen hinten rechts gewechselt wurde (da steckte ein Nagel drin), konnten wir endlich losfahren. Nun wissen wir auch, dass Ersatzreifen spare tire heißt und dass Brians mobile Werkstatt sorgfältig arbeitet. Wieder was gelernt.

    Eindeutig zu wenig Reifendruck
    1 nail und a lot of Warteschleife bei ElMonte

    Unser Ziel war der Bryce Canyon NP und gleichzeitig war der Weg dorthin das Ziel, denn der Scenic Byway #12 stand noch auf unserer To-Do-Liste. Zurecht.

    Diese wunderbare Strecke hatten wir uns 2024 noch nicht zugetraut. Laut Beschreibung im Reiseführer sollte man sich sehr konzentrieren, da der Weg an sehr steilen Abhängen vorbeiführt. Wir fanden allerdings den Reifenwechsel sehr viel angespannter.

    Im Bryce Canyon angekommen, hat uns der Anblick sofort gecatcht. Bei wunderschönem Licht durch die Hoodoos zu wandern ist der Hammer.

    Wir sagen sehr gerne mal: „So etwas haben wir noch nie gesehen.“ Das passte dieses Mal nicht, da wir ja schon mal hier waren. Aber es ist wirklich wunderschön.

    Heute Nacht übernachten wir das letzte Mal während unserer Tour direkt im Nationalpark. Das ist ein bisschen traurig. Wir merken, dass sich ein bisschen Abschiedsstimmung breit macht, obwohl wir es gar nicht wollen. Aber auch das gehört wohl dazu. Immerhin sieht der Wetterbericht für Heide inzwischen etwas mehr nach Sommer aus.

  • Team Red Rock

    Team Red Rock

    Passend zur WM sind wir nun auch ein Team: Team Red Rock. Heute ging es von Salt Lake City nach Torrey, von wo aus wir morgen in den Bryce Canyon NP fahren werden. Hier der Ausblick von unserem Stellplatz aus:

    Blick von unserem Campground
    Auch ein Blick von unserem Campground (wir haben mal schnell die Schuhe reingeholt)

    Da es Nachfragen zur WM gab – immerhin befinden wir uns zurzeit im durchaus umstrittenen Gastgeberland USA: wir kriegen nichts von der WM mit bis auf das, was in der deutschen Presse zu lesen ist. Immerhin hat Tanja seit heute ein Panini-Sammelbild, das sich auf der Colaflasche befand.

    Schickt eine WhatsApp an Tanja, falls es Interesse an dem Sticker gibt

    Eher ist das 250jährige Jubiläum der USA Thema, das am 4. Juli begangen wird. Vor allem in den Supermärkten gibt es ein reichhaltiges Angebot für die Party.

    Am 4. Juli sind wir leider nicht mehr da, sonst hätten wir uns schon eingedeckt
    Vom Schneesturm ins Sommerwetter sind es anscheinend nur wenige hundert Meilen
  • D-O-N-E

    D-O-N-E

    So wurde es am 10.5.1869 in die Welt hinaustelegrafiert. Was war geschehen?

    Lucky Luke erhielt den Auftrag der Regierung, den Bau der Eisenbahnlinie nach Westen gegen Saboteure zu schützen. Nachzulesen ist die ganze Geschichte in „Schienen durch die Prärie“. Hahaha…. Doch zumindest das Ende des Comics orientiert sich einigermaßen an den historischen Begebenheiten:

    Lok Jupiter der Central Pacific Railroad
    Lok 119 der Union Pacific Railroad

    Die Schienen der beiden konkurrierenden Eisenbahngesellschaften trafen aufeinander und der berühmte „Golden Spike“ wurde eingeschlagen.

    Im Comic schaut Lucky Luke dabei zufrieden zu, bevor er in den Sonnenuntergang reitet und singt: „I’m a poor lonesome cowboy“.

    Jeden Sommer wird täglich an die Begegnung von Central Pacific Railroad und Union Pacific Railroad erinnert, wenn auch ohne Lucky Luke. Der Ort selber liegt mitten im Nirgendwo und gehört als historischer Orr zu den Orten, den wir wieder mal mit unserem Jahrespass „America the beautiful“ besuchen konnten. Um 10 Uhr fährt die Jupiter vor, um 10.30 Uhr kommt die 119. Mit ordentlich Dampf und Glockengeläut, alles vorher von einer Rangerin erläutert, mitsamt der Arbeitsbedingungen der unzähligen Menschen, die die Gleise gebaut haben und den Folgen für die Natives, deren Lebensgrundlage dank der Jagd auf die Bisons (Buffalo Bill Cody) weg war. Der Weg in die Reservate war quasi vorgezeichnet.

    Zahlreiche Eisenbahnfans freuen sich trotz allem täglich hier ein Loch in den Bauch und bleiben sehr lange vor Ort. Wir waren heute auch live dabei.

    Was für ein schönes Event.

  • Das Blau ist so blau

    Das Blau ist so blau

    Heute sind wir durch drei Staaten gefahren: Wyoming, Idaho und Utah.

    Nun sind wir in Garden City am Bear Lake, genießen unseren Luxus-Stellplatz mit Gartenmöbeln und Weber Gasgrill

    und sortieren uns nach den aufregenden Tagen in der Natur einmal durch: Wäsche sortieren und waschen, verbunden mit der Frage, was wir noch für die letzten Tage brauchen, lesen, Pool, Mike‘s Market aufsuchen und einkaufen und natürlich zum Bear Lake gehen. Dieser wird auch die Karibik Nordamerikas genannt, mit dem klitzekleinen Unterschied, dass der See eiskalt sein soll.

    Montag geht es weiter, bis dahin machen wir eine kleine Pause.