• Eine kleine Campingplatzkunde

    Eine kleine Campingplatzkunde

    Nun sind wir einige Zeit unterwegs und haben schon diverse Campingplätze genutzt. Zusammenfassend kann man sagen: es gibt solche und solche…

    Diesen wunderschönen Platz im Joshua Tree Nationalpark haben wir kurzfristig online buchen können, da jemand Anderes seine Buchung storniert hatte. Freies Stehen ohne Strom und Wasser – was für ein Abenteuer!
    Richtig schön ist es auch in den State Parks. Dort gibt es in der Regel Strom und Wasser am Stellplatz.
    State Park am Apache Trail in Arizona
    Wir haben auch schon auf mehreren von Privatpersonen geführten Campingplätzen gestanden. Nach einem Tiefpunkt vorgestern hatten wir gestern einen richtig schönen Stellplatz in Fort Stockton. Bei der Abfahrt wird man mit dem auf dem Foto abgebildeten Schild verabschiedet.

    Es bleibt also immer spannend, wo wir so landen. Heute stehen wir neben einem Flugplatz für Kleinflugzeuge. Außerdem gibt es hier einen Golfplatz und ein (leider zurzeit geschlossenes) Freibad. Für Montag bis Mittwoch nächster Woche haben wir uns für einen Campingplatz von SunOutdoors in der Nähe des NASA Space Centers in Houston entschieden, da wir dieses am Dienstag besuchen werden. Und dann schauen wir mal, wie es so weitergeht.

  • Fun with Flags

    Fun with Flags

    Die Big Bang Theory Konsument:innen werden schon ahnen, was nun kommt: Spaß mit Flaggen. Dieser kleine Zwischenbericht bietet sich an, weil wir heute auf einem Campingplatz stehen, der reich beflaggt ist. Wir stehen direkt an einer sehr großen USA-Flagge und haben eine kleine USA-Flagge beim Check-In geschenkt bekommen.

    Eine Flagge fast so groß wie der Falke

    Da es heute sehr windig ist, sehen manche Flaggen etwas vom Winde verweht aus.

    Hier die Flaggen der Staaten, in denen wir seit dem 31.3.26 schon waren:

    Texas – der LoneStarState. Standesgemäß gab es heute ein Lone Star Bier. Beim Kauf musste Bernd seinen Ausweis vorzeigen!
    New Mecico
    Arizona
    Kalifornien
    Nevada
  • Big Bend Nationalpark

    Big Bend Nationalpark

    Mitten im Nirgendwo liegt dieser traumhaft schöne Nationalpark. Sehr weitläufig und unglaublich abwechslungsreich. Wir sind viele Aussichtspunkte mit dem Falken angefahren, bergauf und bergab, Meile um Meile. Die schönste Wanderung war der Santa Helena Trail, ein Muss. Was wir nicht ahnten: es muss in letzter Zeit geregnet haben, so dass wir zunächst durch mehrere sehr große Pfützen fahren mussten (auf dem Rückweg sahen wir ein Auto, das leider geschrottet wurde beim Durchqueren der Pfütze). Dann ging es zu Fuß weiter. Aber auch der Wanderweg, der durch einen eigentlich trockenen Seitenarm des Rio Grande führte, musste mit einer Flußquerung erwandert werden: Schuhe und Socken aus und ab durch die braune Brühe. Wir haben jegliche Gedanken an Piranhas und Wasserschlangen beiseite geschoben und dann ging es. Belohnt wurden wir mit einem phantastischen Blick in eine tiefe Schlucht. Und standen auf einmal direkt an der Grenze zu Mexiko, denn der Rio Grande ist die Staatsgrenze. Spannend! Wir gingen davon aus, dass überall Grenzbeamte wären, das war aber nicht der Fall. Als wir heute Richtung Fort Stockton weiterfuhren, wurden wir kontrolliert, wieder überaus freundlich. Wenn man da so mitten im Nichts steht, kommt unweigerlich die Frage auf, was das ganze Gedöns um Staatsgrenzen eigentlich soll. Dem Rio Grande zumindest schien es ziemlich egal zu sein und die Berge auf der anderen Seite des Flusses sahen genauso aus wie die US-amerikanischen. Fazit – vielleicht wiederholen wir uns: es war wieder einmal ein toller Tag mit vielen Eindrücken.

  • Welcome to Texas 

    Welcome to Texas 

    Gestern haben wir endlich Texas erreicht. Zunächst waren wir wieder mal in einer neuen Zeitzone, dann veränderte sich auch die Landschaft: Ölfelder noch und nöcher, hier wird „Drill, Baby,drill“ wirklich gelebt.

    Nach einer unglaublich schönen Etappe durch die Berge landeten wir in Fort Davis, einer historischen Stätte, wo im 19. Jahrhundert Soldaten stationiert waren. Es wurden Unterkünfte gezeigt, das Krankenhaus, der Appellplatz und das Haus des Kommandanten. Was das Ganze für die Region damals bedeutete, wurde eher nicht thematisiert.

    Vor dem Fort war noch eine Hütte der Apachen aufgebaut, Grund dafür, dass es das Fort überhaupt gab. 

    Am Nachmittag haben wir unseren Stellplatz in den Davis Mountains aufgesucht und die Aussicht über das Tal genossen. 

    Ein Tag voller Eindrücke, die uns über die Geschichte der USA nachdenken lassen. 

    By the way: beim Einchecken wurde uns gesagt, dass wir kein Essen draußen liegen lassen sollen – wegen der Black Bears. Nun kommen diese Tiere also zu den Skorpionen, Spinnen und Schlangen auch noch dazu. 

    Hinweisschild im Statepark
    Schild vor den Toiletten
  • Kleine Kakteenkunde oder wenn man nichts Anderes zu tun hat

    Kleine Kakteenkunde oder wenn man nichts Anderes zu tun hat

    Zahlreiche Kakteenarten begegnen uns in Kalifornien, Arizona und New Mexiko. Faszinierende Pflanzen, denen man auf keinen Fall zu nahe kommen möchte. Da wir heute mal nicht unterwegs sind, haben wir uns intensiv mit den unterschiedlichen Gattungen beschäftigt:

    Echinocereus – Igelkaktus

    Cylindropuntia bigelovii – Teddybär-Cholla

    Carnegiea gigantea – Saguaro, auch Riesenkaktus oder Kandelaberkaktus
    Opuntia phaeacantha – Graudornkaktus
    Zurzeit blüht diese Kakteenart
    Opuntia Macrocentra – Leitet sich von dem griechischen Worten Makros und Centron ab
    Echinocereus triglochidiatus – Dreipfeilspitzkaktus

    In diesem Sinne euch einen guten Morgen und einen schönen Tag und uns eine ruhige geruhsame Nacht 😀

  • White Sands

    White Sands

    Heute haben wir 332 Meilen zurückgelegt, das sind 534 Kilometer. Puha. Aber nun haben wir hoffentlich die längsten Etappen erstmal hinter uns. Zum Abschluss der langen Fahrt waren wir im White Sands Nationalpark. Wir sind also jetzt schon in New Mexico und somit wieder in einer anderen Zeitzone. Auch das Tanken wird etwas billiger, Kalifornien ist usa-weit am teuersten. Nun liegen wir bei 3,99 $ pro Gallone Benzin, das sind ca. 0,90 € pro Liter. Nun verbraucht der Falke so bummelig 30 Liter auf 100 Kilometer…. Es rechnet sich also nicht so ganz, auch wenn Benzin hier erheblich günstiger als in Deutschland ist.

  • Wyatt Earp

    Wyatt Earp

    Wer wissen möchte, wo die Geschichte von Wyatt Earp seinen Verlauf nahm, sollte nach Tombstone, Arizona fahren. Dort findet man eine Westernstadt, in der dreimal täglich das 30 Sekunden andauernde Abknallen der bösen Cowboys (Gunfight at O.K. Corral) aufgeführt wird. Natürlich geht das Publikum voll mit, buht, wenn der Bösewicht auftaucht und jubelt , sobald die Gesetzeshüter rund um Wyatt Earp auftauchen. Skurril, aber äußerst unterhaltsam. Fun Fact: Kevin Kostner erhielt für seine Rolle in dem Film „Wyatt Earp“ aus dem Jahr 1995 die goldene Himbeere.

    Vor der Show kann man schon das Hörspiel hören
    Nu is he ok all doot
  • Driving and Surprise

    Driving and Surprise

    Eigentlich war heute ein reiner Reisetag Richtung Süden geplant. Von LA ➡️ Phönix für einen Zwischenstopp Richtung Texas. Beim Stöbern durch den Reiseführer haben wir dann eine kleine Ghost Town namens Goldfield entdeckt und dachten, da fahren wir mal hin. Beim weiteren lesen entdeckten wir dann, das dort die Historische Route 88 lang führt. Was für eine wunderbare Überraschung. Schönste Felsformationen, ein See mitten im Canyon und sehr kurvenreiche Straßen (Tanja sagte sehr oft“Oh oh oh, OH), aber der Falke hat uns sicher durch die Berge geführt. Jetzt sind wir auf einem traumhaften Campground mitten in den Bergen.

    Wir haben übrigens um 17:29 Uhr (local time) 31 Grad. Ein Traum.

    Fußnote von Tanja: Oh ja ich habe oft Oh oh oh gesagt.

    Ach immer fliegt dieses Objekt durchs Bild
  • Where the streets have no name

    Where the streets have no name

    Als wir dann doch den Eingang zum Joshua Tree NP finden (Dorie lässt grüßen), müssen wir U2 hören. Es geht gar nicht anders. Der NP ist so schön: riesige Steine, dazwischen Joshua Trees und Kakteen. Zum ersten Mal stehen wir auf einem Campingplatz im Nationalpark und es ist einfach toll. Wir haben eine kleine Nische mit Feuer-, Grill- und Sitzplatz direkt vor einem Felsen. Zurecht heißt der Campground „Jumbo Rocks“. Nach einem schönen Sonnenuntergang geht es früh zu Bett.

    Joshua Tree
    Der Falke
    An der San Andreas Verwerfung – nordamerikanische Platte trifft auf pazifische Platte
    Sonnenaufgang am CG
    Cholla Kakteen
  • One Boss, no Kings oder Hope over fear

    One Boss, no Kings oder Hope over fear

    Was für ein Konzert: als wir beim Kia-Forum in Inglewood ankommen, sehen wir schon sehr viele Menschen, die Shirts mit der Aufschrift „No Kings, one Boss“ tragen. Außerdem kleine Buttons mit einer orangenen Fönwelle und der Aufschrift FDT. Das fängt ja schon mal sehr gut an. Und es bleibt politisch und sehr energiegeladen.

    Der Boss begrüßt uns mit einem deutlichen politischen Statement, dann folgt das erste Lied „War“: War – what is it good for? Absolutly nothing. Der Boss und die Band spielen Song auf Song ohne Unterbrechung. Der Mann ist eine Maschine. Zwischendurch erzählt er von Minneapolis, von seinem Frust darüber, wie sehr sich sein Land verändert hat. Von seinem Entschluss, davon zu reden. Er ermuntert alle, den Mund aufzumachen und zu protestieren. Nur dann könnte es dem Clown in Washington an den Kragen gehen. Zum Schluss „God bless you and God bless America.“ Mehr geht nicht. Wir sind uns einig: es war einfach ein unglaublich bewegender Abend.