Big Bend Nationalpark

Mitten im Nirgendwo liegt dieser traumhaft schöne Nationalpark. Sehr weitläufig und unglaublich abwechslungsreich. Wir sind viele Aussichtspunkte mit dem Falken angefahren, bergauf und bergab, Meile um Meile. Die schönste Wanderung war der Santa Helena Trail, ein Muss. Was wir nicht ahnten: es muss in letzter Zeit geregnet haben, so dass wir zunächst durch mehrere sehr große Pfützen fahren mussten (auf dem Rückweg sahen wir ein Auto, das leider geschrottet wurde beim Durchqueren der Pfütze). Dann ging es zu Fuß weiter. Aber auch der Wanderweg, der durch einen eigentlich trockenen Seitenarm des Rio Grande führte, musste mit einer Flußquerung erwandert werden: Schuhe und Socken aus und ab durch die braune Brühe. Wir haben jegliche Gedanken an Piranhas und Wasserschlangen beiseite geschoben und dann ging es. Belohnt wurden wir mit einem phantastischen Blick in eine tiefe Schlucht. Und standen auf einmal direkt an der Grenze zu Mexiko, denn der Rio Grande ist die Staatsgrenze. Spannend! Wir gingen davon aus, dass überall Grenzbeamte wären, das war aber nicht der Fall. Als wir heute Richtung Fort Stockton weiterfuhren, wurden wir kontrolliert, wieder überaus freundlich. Wenn man da so mitten im Nichts steht, kommt unweigerlich die Frage auf, was das ganze Gedöns um Staatsgrenzen eigentlich soll. Dem Rio Grande zumindest schien es ziemlich egal zu sein und die Berge auf der anderen Seite des Flusses sahen genauso aus wie die US-amerikanischen. Fazit – vielleicht wiederholen wir uns: es war wieder einmal ein toller Tag mit vielen Eindrücken.