• Take a chance on me

    Take a chance on me

    Heute ist der Tag der zweiten Chancen. Ein Teil der Reisegruppe gab dem Sonnenaufgang am Monument Valley eine zweite Chance. Das frühe Aufstehen hat sich sehr gelohnt.

    Eine zweite Chance erhielt auch der Forrest Gump Point nach dem Influencerschock am Dienstag. Da die Influencerszene überwiegend abends am Point anzutreffen ist, waren wir heute Vormittag dort. Es war toll. Highlight war, dass an dem benachbarten Navajostand folgender Satz aus dem Lautsprecher zu hören war, als wir unsere Fotos machten: „I‘m pretty tired. I think, I’ll go home now.“ It‘s magic.

    Unser Ziel für heute ist Bluff. Das Örtchen mit dem historischen Fort, dessen Auseinandersetzung mit der Besiedlung in den 1870ern Jahren uns vor zwei Jahren etwas suspekt vorkam. Daher war auch hier eine zweite Chance vonnöten. Ja, es ist seltsam, aber unsere Empörung hält sich in Grenzen.

    Am San Juan River bei Bluff haben wir uns unzählige Petroglyphen angesehen.

    So sahen dann wohl Familien- Instafotos vor ca. 4000 Jahren aus

    Und natürlich unsere Füße im Fluss gebadet.

    Ein bisschen wie Wattwandern
  • The View

    The View

    So lautet der durchaus passende Name unseres Campingplatzes im Monument Valley. Es fing gestern mit einem spektakulären Sonnenuntergang direkt am Campingplatz an, ging weiter mit dem Sonnenaufgang heute Morgen um 6.08 Uhr und einer Jeep-Tour am Vormittag durch das Hinterland des Monument Valleys, welches Navajoland ist.

    Joe, unser Guide, zeigte uns tolle Höhlen, Berge und erzählte Geschichten seines Volkes.

    Immer wieder wies er auf besondere Formen hin: „Das sieht aus wie Elvis oder hier ein liegender Drache oder Geronimo.“ Eine Formation, die aussieht wie ein W bezeichnete er als „Wayne“, da dank John Wayne das Valley weltweit bekannt wurde.

    Wir haben Elvis am Mikrofon erkannt
    Das W
    Pferde direkt vor dem „W“ wie „Wayne“, die Berge heißen eigentlich „The three Sisters“

    Tatsächlich wohnen auch heute noch einige Navajos im Valley. Man sieht mehrmals täglich die Pickups, mit denen Wasser für das Leben dort transportiert wird. Das wäre uns wirklich zu mühsam.

    Ein traditionelles Navajohaus. Nebenan standen aber auch moderne Blockhütten
  • Under my umbrella

    Under my umbrella

    Einen riesigen Felsen als Regenschirm zu bezeichnen, das geht wohl auch nur hier.

    Heute waren wir den ganzen Tag unterwegs und es war sensationell schön. Von Kanab (Utah) ging es über Page zum Monument Valley (Utah). Zwischendurch sind wir mit den Füßen im Colorado River gewesen und haben den Fluss auf der Navajo Bridge überquert.

    Und fast den ganzen Tag blickten und blicken wir auf Red Rocks.

    Inzwischen können wir auch sehr gut Insta/TikTok-Points erkennen: dort stehen junge Frauen in knapper Kleidung, gern mit Cowboyhut und Sonnenbrille. Deren Partner machen ungefähr 100 Bilder und Drohnenaufnahmen der Liebsten. Diese werden begutachtet und ggf. mochmal aufgenommen. Anschließend posiert der Partner. Das geht meist etwas schneller, ist aber auch befremdlich. Vielleicht werden wir auch nur alt. Man müsste etliche Aufnahmen zum #ForrestGumpPoint finden. Wir sehen aber lieber nicht nach.

    Bernds Handy kann glücklicherweise störende Insta-Menschen am Forrest-Gump-Point eliminieren
  • Tour through three states

    Tour through three states

    Heute war die Verwirrung fast perfekt. Unsere Uhren und Handys spielten quasi verrückt. Wir sind heute Morgen in Nevada losgefahren, waren dann kurz in Arizona. Danach haben wir die Grenze nach Utah überquert, sind nochmal in Arizona gewesen, um jetzt in Utah zu übernachten.

    Dabei haben sich fast jedesmal die Uhren in verschiedenen Zeitzonen befunden. Bald ist es soweit und wir machen uns unsere Zeit selbst.

    Die heutige Etappe war allerdings spektakulär. Wunderschöne Bergpässe und tief beeindruckende Landschaften.

    Angekommen in unserem Übernachtungsort Kanab (Utah) haben wir dann noch eine Zeitreise gemacht. Wir waren in einem kleinen Museum mit Filmkulissen aus alten Westernfilmen. Das „Little Hollywood Land“ kommt auf jeden Fall auf die Liste mit Skurrilitäten.

  • G14 Classified

    G14 Classified

    Wer den Film „Rush Hour“ gesehen hat, weiß jetzt Bescheid. Heute mussten wir allerdings eine echte Sicherheitsstufe überwinden, um zum Hoover Dam fahren zu können. Dieser staut seit 1935 den Colorado River, sichert also die Energieversorgung von Las Vegas und darüber hinaus und gehört zur kritischen Infrastruktur, wie man heutzutage so schön sagt. Also mussten wir alle Fenster und Klappen des RVs öffnen und auch das Bad zeigen. Die Frage der Sicherheitsbeamtin, ob wir Waffen dabei hätten, konnten wir guten Gewissens verneinen, obwohl wir vorher bei Walmart waren, wo es diverse Gewehre zu kaufen gibt. Doch dort haben wir nur die Biervorräte (Budweiser für Bernd und Corona für Tanja) aufgestockt, bevor wir ins noch konservativere Utah weiterfahren, wo man ständig seinen Ausweis beim Kauf von Alkohol zeigen muss.

    Wie immer, war auch bei dieser Sicherheitskontrolle die Grundstimmung total freundlich und mit dem Tipp, wo wir den Falken gut parken können, wurden wir durchgewunken.

    Der Staudamm ist sehr groß. Es heißt, dass man mit dem Beton, der dort verbaut wurde, eine Straße von San Francisco bis New York pflastern könne. Für Menschen mit Höhenangst ist es vielleicht etwas herausfordernd, von der Brücke auf den Staudamm zu gucken.

    Nun lassen wir den Tag an dem Stausee, dem Lake Mead ausklingen, den wir mit unserem Jahrespass „America the beautiful“ nutzen können.

    Das sind mal gut angelegte 80$: mindestens schon siebenmal war dieser Pass unsere Eintrittskarte zu einem Park oder einem historischen Ort mitsamt Parkplatz, individueller Beratung, Landkarte, kostenlosem Zugang zu Trinkwasser und Nutzung der sanitären Anlagen. Einfach toll!

  • Red on the Rocks

    Red on the Rocks

    Wir sind wieder auf Tour. Nach der Pause, die dringend dran war, geht es nun weiter. Dabei stehen für die zweite Hälfte unserer Reise folgende Ziele auf dem Plan: Monument Valley, Bryce Canyon, Moab, Salt Lake City und natürlich der Yellowstone NP.

    Inzwischen lassen wir uns aber viel lieber überraschen, was es da noch alles so gibt. Heute sind wir eher zufällig im Red Rock Canyon in der Nähe von Las Vegas (Nevada) gelandet, der wunderschön ist. Wir bleiben eine Nacht hier in dieser unglaublichen Natur.

  • Pause

    Pause

    Da der „Orangeland RV Park“ in Anaheim (Los Angeles) alle Kriterien für eine kleine Auszeit erfüllt (ruhig, nicht zu enge Stellplätze, großer Pool, Laundry und alles sehr sauber), es sonnig bei angenehmen 25 Grad ist, nehmen wir uns genau jetzt Zeit für eine kleine Pause. Samstag geht es weiter. Wir melden uns wieder. Bis dann.

  • Having fun today

    Having fun today

    Was wären wir ohne Kontraste im Leben. Vor fünf Tagen Grand Canyon, dann tagelang Route 66 mit kultigen Orten, gestern am Santa Monica Pier am Pazifik und heute…

    Disneyland LA. Liebevoll gestaltete – ich glaube bei uns sagt man Fahrgeschäfte – die uns Filme wie Findet Nemo, Alice im Wunderland oder Winnie Pooh nahebringen.

    Und natürlich gibt es eine große Star Wars Area.

    Als erstes ist der Falke zu sehen, den wir sogar steuern durften. Chewbacca war aber gar nicht zufrieden mit uns und hat das Steuer lieber selber übernommen.

    Toll war auch die Fahrt mit dem an sich etwas langweilen Mississippi-Dampfer. Denn unsere Fahrt wurde durch Livemusik zu einem echten Erlebnis.

    Wir haben heute wieder mal gelernt, dass uns die Amerikaner im Bereich Konsum weit voraus sind. Die Kreditkarte wird durchgezogen bis sie glüht. Wahnsinn. Dagegen sehen wir echt bescheiden aus.

    Während wir schreiben, sind wir natürlich noch hier und das seit 8 Uhr AM. Der Park schließt heute um 11 PM. Mal schauen, wie lange wir durchhalten.

    Edit: Es ist 10.45 PM. Wir sind zurück im RV-Park. Was für ein Tag!

  • The end of ungefähr circa 1295 miles

    The end of ungefähr circa 1295 miles

    Wir sind in Los Angeles. Schon wieder, um es mit den Worten von Forrest Gump zu sagen.

    Ja, wir sind (mit den ganzen schönen Umwegen) mehr als die Hälfte der Route 66 (2448 Meilen) gefahren und es war toll. Auch heute gab es Skurriles, Überraschendes und emotional Berührendes.

    Wer hätte gedacht, dass ein Donut einmal einen größeren Teil in diesem Blog einnehmen wird. Aber wir haben heute eine neue Donut- Lebenserfahrung gemacht. Bei der Recherche zum letzten Abschnitt der Route 66 ist uns der Hinweis auf einen kleinen Donutladen „The Donut Man“ mit dem Signature Donut „Strawberry Donut“ aufgefallen. Wir dachten, dass sei ein Donut mit ein bisschen Erdbeerfüllung oder noch schlimmer sehr süßer künstlicher Erdbeerpampe. Weit gefehlt.

    Ein Donut gefüllt mit frischen Erdbeeren. Wahnsinn.

    Den Abschluss der Route 66 haben wir dann gebührend am Santa Monica Pier begangen. Was für ein kultiger Ort. Wer schon alles da war: Forrest Gump, Iron Man, Rocky und jetzt auch Tanja und Bernd.

    Den Temperatursturz auf mickrige 21 Grad versuchen wir zu ignorieren.

  • Road Work

    Road Work

    Oder wie man auf deutsch sagt: Achtung Baustelle! In Kalifornien scheint man auf die Idee gekommen zu sein, die historische Route 66 genau jetzt zu sanieren. So standen wir immer wieder vor Schildern mit der Aufschrift „Road closed“.

    Die Straße soll man wohl nicht so gern nehmen

    Na, dann nehmen wir halt doch die Interstate, die damals die Route 66 ersetzt hat. Landschaftlich auch sehr schön. Und erstaunlich skurille Sehenswürdigkeiten: eine Bottle-Tree-Ranch und Museen mit den seltsamsten Ausstellungen. Zumindest wir waren vorher noch nie in einem Museum voll mit Zeugs von McDonalds.

    Wir bekamen extra den Hinweis, wo sich die Vitrine mit den Gadgets aus deutschen Mc Donalds befindet
    Wie kommt man nur auf die Idee, einen Wald aus Flaschen zu bauen?!

    Die Hitzewelle hält weiter an. Auch heute sind es 38 Grad. Morgen soll es etwas kühler werden. Mal schauen.