Ein Feste Burg oder wie sich Deutsche Siedler in Texas niedergelassen haben

Es war im Jahre 1844, als die ersten Deutschen nach Texas auswanderten. Wir waren heute in der von John O. Meusebach 1846 gegründeten Stadt Fredericksburg. Eine Stadt mit immer noch sehr deutschen Einschlägen: Bayrische Servietten, auf denen Burger serviert werden oder Biergärten, in denen live Countrymusik gespielt wird und eine ganz eigene Sprache aus einer Mischung aus Englisch und Deutsch. Die größte Irritation ist allerdings, wenn Typisch Deutsche Couwboyhütte tragen. Geht gar nicht.

In einem Museum haben wir ein altes Gesangbuch gefunden, mit einem uns sehr bekannten Stück. Man beachte den ersten Ton im Sopran. Da höre ich doch schon die Klagen der ersten Trompete.

In dem Kleinen Örtchen Luckenbach (ein Pendant zum Deutschen Städtchen Luckenbach) war heute ein Blue Gras Festival mit bekannten Größen wie The Fretliners, Shelby Means Trio und natürlich mit dem Headliner Yonder Mountain String Band.

Irgendwie wandeln wir auch auf den Wegen ehemaliger Präsidenten. In Stonewell bei Fredericksburg wurde im Jahr 1908 der spätere 36. Präsident der USA Lyndon B. Johnson geboren und wuchs in Armut auf. Später machte er das ganze Gelände rund um sein Geburtshaus zu seinem Texas White House Komplex. Nunja. Achja, da seine Frau Lady Bird Johnson eine überaus erfolgreiche Geschäftsfrau war, konnte er sich überhaupt in dem ganzen politischen Getriebe über Wasser halten. Wie immer: hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine noch erfolgreichere Frau.

Hier eine besonders schöne Aufnahme des Power-Couples

Lady Bird Johnson war es auch, die dafür sorgte, dass an den Highways Wildblumen ausgesät wurden. Nun, im Jahr 2026, können wir uns (nicht nur an den Straßen) immer noch daran erfreuen.