Kategorie: Allgemein

  • Fressen oder gefressen werden

    Fressen oder gefressen werden

    Wir sind in Houston angekommen. Das Wetter passte hervorragend für einen Besuch des sehr bekannten „Houston Museum of Natural Science“. Dort lernten wir vor allem, dass das Leben aus Fressen oder gefressen werden besteht und alles irgendwann endet, wenn wir im schwarzen Loch untergehen. Vielleicht lag es auch daran, dass unsere Englischkenntnisse zu bescheiden für die komplexen wissenschaftlichen Zusammenhänge waren.

    So ist das mit dem schwarzen Loch
    Ziemlich eindrucksvoll: viele Dinos
    Man achte auf die Bilder im Hintergrund
    So dargestellt hätte Tanja das Periodensystem vielleicht verstanden
    Für die ganz Interessierten: Das ist der Doppler-Effekt 🧐

    Vorher haben wir fein gefressen: Burger und Pommes von Trill Burger, dem besten Burger Amerikas laut der Show „Good Morning America“. Dazu passt heute ein bekanntes Filmzitat: „This is a very tasty Burger“, auch wenn der Burger nicht von Big Kahuna war. Passend zum Burger und zur Location gab es in dem Laden sehr laute Musik von Coolio, Gangsta‘s Paradise.

    Der beste Burger Amerikas

    Was für ein Tag! Voller Eindrücke sind wir nun auf unserem Campingplatz „Space City Ellington“ für die kommenden zwei Nächte angekommen. Hier passt der Falke richtig gut hin.

    Im Hermann Park im Museumsviertel
  • Zelten an der Schwentine oder das hätten wir fast so auch zuhause haben können.

    Zelten an der Schwentine oder das hätten wir fast so auch zuhause haben können.

    Oder doch der Colorado River (in Texas – ein wichtiger Hinweis)

    Heute war Reisetag. Wir sind auf dem Weg Richtung Houston, um den Satz „Houston, wir haben ein Problem“ in mehreren Sprachen sagen zu können. Vielleicht besuchen wir, wenn wir schon mal da sind, auch das Space Center Houston.

    Auf der Strecke heute hatte man manchmal das Gefühl, durch Schleswig-Holstein zu fahren. Viele grüne Wiesen, viel Landwirtschaft und viele Tiere. Nur hier nennt man das dann Farm oder Ranch und die Landeinheit sind Acres (Äcker ausgesprochen) statt Hektar. Aber auch hier passt die schöne Weisheit „Liebe vergeiht, Acres besteiht“.

    Dann gab es heute auch noch einen Augenblick der Trauer. In dem kleinen Städtchen Columbus gibt es das einzige Santa-Claus-Museum in „The South“, was auch immer das heißen mag. Wir standen also voller Erwartung davor und mussten feststellen, dass heute geschlossen ist. Und das mitten im April.

    Als würdigen Ersatz sind wir dann an einem Fire Department vorbeigekommen und haben dieses Bild gesehen.

    Das lässt mich kreativ werden.

    Passend zu Texas hören wir „Der erste Sohn“ von Philipp Meyer, ein episches Werk, allerdings auch ziemlich blutig. Es kam schon hundertmal das Wort „Skalp“ vor.

  • Die Deutsche Sprache im German Belt in Texas

    Die Deutsche Sprache im German Belt in Texas

    Nicht nur im Museum begegnete uns rund um Fredericksburg die deutsche Sprache.

    Immer wieder lecker: Knackwurst mit Sauerkraut
    Macht sich gut in jedem Wohnzimmer
    In der Schule hingegen hilft dieser Sinnspruch
    Und was Schönes für die Hausfrau
  • Ein Feste Burg oder wie sich Deutsche Siedler in Texas niedergelassen haben

    Es war im Jahre 1844, als die ersten Deutschen nach Texas auswanderten. Wir waren heute in der von John O. Meusebach 1846 gegründeten Stadt Fredericksburg. Eine Stadt mit immer noch sehr deutschen Einschlägen: Bayrische Servietten, auf denen Burger serviert werden oder Biergärten, in denen live Countrymusik gespielt wird und eine ganz eigene Sprache aus einer Mischung aus Englisch und Deutsch. Die größte Irritation ist allerdings, wenn Typisch Deutsche Couwboyhütte tragen. Geht gar nicht.

    In einem Museum haben wir ein altes Gesangbuch gefunden, mit einem uns sehr bekannten Stück. Man beachte den ersten Ton im Sopran. Da höre ich doch schon die Klagen der ersten Trompete.

    In dem Kleinen Örtchen Luckenbach (ein Pendant zum Deutschen Städtchen Luckenbach) war heute ein Blue Gras Festival mit bekannten Größen wie The Fretliners, Shelby Means Trio und natürlich mit dem Headliner Yonder Mountain String Band.

    Irgendwie wandeln wir auch auf den Wegen ehemaliger Präsidenten. In Stonewell bei Fredericksburg wurde im Jahr 1908 der spätere 36. Präsident der USA Lyndon B. Johnson geboren und wuchs in Armut auf. Später machte er das ganze Gelände rund um sein Geburtshaus zu seinem Texas White House Komplex. Nunja. Achja, da seine Frau Lady Bird Johnson eine überaus erfolgreiche Geschäftsfrau war, konnte er sich überhaupt in dem ganzen politischen Getriebe über Wasser halten. Wie immer: hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine noch erfolgreichere Frau.

    Hier eine besonders schöne Aufnahme des Power-Couples

    Lady Bird Johnson war es auch, die dafür sorgte, dass an den Highways Wildblumen ausgesät wurden. Nun, im Jahr 2026, können wir uns (nicht nur an den Straßen) immer noch daran erfreuen.

  • LBJ oder der 36. Präsident der Vereinigten Staaten

    Irgendwie wandeln wir auch auf den Wegen ehemaliger Präsidenten. In Stonewell bei Fredericksburg wurde im Jahr 1908 der spätere 36. Präsident der USA Lyndon B. Johnson geboren und wuchs in Armut auf. Später machte er das Ganze zu seinem Texas White House Komplex. Nunja. Achja, da seine Frau Lady Bird Johnson eine überaus erfolgreiche Geschäftsfrau war, konnte er sich überhaupt in dem ganzen politischen Getriebe über Wasser halten. Wie immer: hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine noch erfolgreichere Frau.

  • Eine kleine Campingplatzkunde

    Eine kleine Campingplatzkunde

    Nun sind wir einige Zeit unterwegs und haben schon diverse Campingplätze genutzt. Zusammenfassend kann man sagen: es gibt solche und solche…

    Diesen wunderschönen Platz im Joshua Tree Nationalpark haben wir kurzfristig online buchen können, da jemand Anderes seine Buchung storniert hatte. Freies Stehen ohne Strom und Wasser – was für ein Abenteuer!
    Richtig schön ist es auch in den State Parks. Dort gibt es in der Regel Strom und Wasser am Stellplatz.
    State Park am Apache Trail in Arizona
    Wir haben auch schon auf mehreren von Privatpersonen geführten Campingplätzen gestanden. Nach einem Tiefpunkt vorgestern hatten wir gestern einen richtig schönen Stellplatz in Fort Stockton. Bei der Abfahrt wird man mit dem auf dem Foto abgebildeten Schild verabschiedet.

    Es bleibt also immer spannend, wo wir so landen. Heute stehen wir neben einem Flugplatz für Kleinflugzeuge. Außerdem gibt es hier einen Golfplatz und ein (leider zurzeit geschlossenes) Freibad. Für Montag bis Mittwoch nächster Woche haben wir uns für einen Campingplatz von SunOutdoors in der Nähe des NASA Space Centers in Houston entschieden, da wir dieses am Dienstag besuchen werden. Und dann schauen wir mal, wie es so weitergeht.

  • Fun with Flags

    Fun with Flags

    Die Big Bang Theory Konsument:innen werden schon ahnen, was nun kommt: Spaß mit Flaggen. Dieser kleine Zwischenbericht bietet sich an, weil wir heute auf einem Campingplatz stehen, der reich beflaggt ist. Wir stehen direkt an einer sehr großen USA-Flagge und haben eine kleine USA-Flagge beim Check-In geschenkt bekommen.

    Eine Flagge fast so groß wie der Falke

    Da es heute sehr windig ist, sehen manche Flaggen etwas vom Winde verweht aus.

    Hier die Flaggen der Staaten, in denen wir seit dem 31.3.26 schon waren:

    Texas – der LoneStarState. Standesgemäß gab es heute ein Lone Star Bier. Beim Kauf musste Bernd seinen Ausweis vorzeigen!
    New Mecico
    Arizona
    Kalifornien
    Nevada
  • Big Bend Nationalpark

    Big Bend Nationalpark

    Mitten im Nirgendwo liegt dieser traumhaft schöne Nationalpark. Sehr weitläufig und unglaublich abwechslungsreich. Wir sind viele Aussichtspunkte mit dem Falken angefahren, bergauf und bergab, Meile um Meile. Die schönste Wanderung war der Santa Helena Trail, ein Muss. Was wir nicht ahnten: es muss in letzter Zeit geregnet haben, so dass wir zunächst durch mehrere sehr große Pfützen fahren mussten (auf dem Rückweg sahen wir ein Auto, das leider geschrottet wurde beim Durchqueren der Pfütze). Dann ging es zu Fuß weiter. Aber auch der Wanderweg, der durch einen eigentlich trockenen Seitenarm des Rio Grande führte, musste mit einer Flußquerung erwandert werden: Schuhe und Socken aus und ab durch die braune Brühe. Wir haben jegliche Gedanken an Piranhas und Wasserschlangen beiseite geschoben und dann ging es. Belohnt wurden wir mit einem phantastischen Blick in eine tiefe Schlucht. Und standen auf einmal direkt an der Grenze zu Mexiko, denn der Rio Grande ist die Staatsgrenze. Spannend! Wir gingen davon aus, dass überall Grenzbeamte wären, das war aber nicht der Fall. Als wir heute Richtung Fort Stockton weiterfuhren, wurden wir kontrolliert, wieder überaus freundlich. Wenn man da so mitten im Nichts steht, kommt unweigerlich die Frage auf, was das ganze Gedöns um Staatsgrenzen eigentlich soll. Dem Rio Grande zumindest schien es ziemlich egal zu sein und die Berge auf der anderen Seite des Flusses sahen genauso aus wie die US-amerikanischen. Fazit – vielleicht wiederholen wir uns: es war wieder einmal ein toller Tag mit vielen Eindrücken.

  • Welcome to Texas 

    Welcome to Texas 

    Gestern haben wir endlich Texas erreicht. Zunächst waren wir wieder mal in einer neuen Zeitzone, dann veränderte sich auch die Landschaft: Ölfelder noch und nöcher, hier wird „Drill, Baby,drill“ wirklich gelebt.

    Nach einer unglaublich schönen Etappe durch die Berge landeten wir in Fort Davis, einer historischen Stätte, wo im 19. Jahrhundert Soldaten stationiert waren. Es wurden Unterkünfte gezeigt, das Krankenhaus, der Appellplatz und das Haus des Kommandanten. Was das Ganze für die Region damals bedeutete, wurde eher nicht thematisiert.

    Vor dem Fort war noch eine Hütte der Apachen aufgebaut, Grund dafür, dass es das Fort überhaupt gab. 

    Am Nachmittag haben wir unseren Stellplatz in den Davis Mountains aufgesucht und die Aussicht über das Tal genossen. 

    Ein Tag voller Eindrücke, die uns über die Geschichte der USA nachdenken lassen. 

    By the way: beim Einchecken wurde uns gesagt, dass wir kein Essen draußen liegen lassen sollen – wegen der Black Bears. Nun kommen diese Tiere also zu den Skorpionen, Spinnen und Schlangen auch noch dazu. 

    Hinweisschild im Statepark
    Schild vor den Toiletten
  • Kleine Kakteenkunde oder wenn man nichts Anderes zu tun hat

    Kleine Kakteenkunde oder wenn man nichts Anderes zu tun hat

    Zahlreiche Kakteenarten begegnen uns in Kalifornien, Arizona und New Mexiko. Faszinierende Pflanzen, denen man auf keinen Fall zu nahe kommen möchte. Da wir heute mal nicht unterwegs sind, haben wir uns intensiv mit den unterschiedlichen Gattungen beschäftigt:

    Echinocereus – Igelkaktus

    Cylindropuntia bigelovii – Teddybär-Cholla

    Carnegiea gigantea – Saguaro, auch Riesenkaktus oder Kandelaberkaktus
    Opuntia phaeacantha – Graudornkaktus
    Zurzeit blüht diese Kakteenart
    Opuntia Macrocentra – Leitet sich von dem griechischen Worten Makros und Centron ab
    Echinocereus triglochidiatus – Dreipfeilspitzkaktus

    In diesem Sinne euch einen guten Morgen und einen schönen Tag und uns eine ruhige geruhsame Nacht 😀