Autor: Tanja und Bernd

  • „Wir können es guthaben“

    „Wir können es guthaben“

    In zwei Wochen werden wir wieder in Deutschland sein. Daher heute ein Ausblick auf:

    1. Woran wir uns in Deutschland werden gewöhnen müssen
    2. Was wir auf jeden Fall in den ersten Tagen essen werden
    3. Was wir in den letzten Tagen hier noch so vorhaben

    Zu 1:

    • Pfandmünzen für Einkaufswagen
    • Für einen Parkplatz bezahlen zu müssen
    • Die Nutzung von öffentlichen Toiletten bezahlen zu müssen
    • Klobürsten
    • Manches Mal auch, die Klospülung betätigen zu müssen, weil nicht automatisch gespült wird
    • Dass man auf einer mehrspurigen Straße nur links überholen darf
    • Bürgersteige, Fahrradwege und die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln
    • Zu Beginn eines Gespräches mit völlig fremden Menschen nicht als erstes zu fragen: „How are you doing?“ oder kurz: „Howdy?“
    • Wenn man irgendwo ankommt, keine Anlegesequenz einleiten zu müssen (Fahrzeug ausnivellieren, Strom und Wasser anschließen, Campingstühle rausstellen und das Anlegebier trinken)

    Zu 2:

    • Vollkornbrot
    • Käse
    • Gegrillte Scampis

    Zu 3:

    • Bear Lake
    • Golden Spike National Historic Park
    • Scenic Highway #12 von Torrey nach Bryce Canyon City
    • Bryce Canyon NP
    • Tour auf dem Colorado River und Horseshoe Bend, ggf. Lake Powell
    • Zion NP
    • Las Vegas inkl. Shoppen und Zocken, ggf. eine deutschsprachige Tour durch die Stadt

    Ansonsten noch ein paar Eindrücke von heute:

    Jackson Lake im Grand Teton NP
    Der Falke am frühen Morgen
    Blick auf die Berge von unserem heutigen Stellplatz (mit Strom und Wasser!) aus
  • Winnie the Pooh oder der nette Grizzly von nebenan

    Winnie the Pooh oder der nette Grizzly von nebenan

    An allen Ecken und Enden wird im Yellowstone NP, den wir heute verlassen haben, und im Grand Teton NP (direkt südlich vom Yellowstone) vor Bären gewarnt. Sogar auf dem Klo gibt es Warnhinweise.

    Selbstverständlich auch beim Check-In am Campingplatz und am Stellplatz selbst auch.

    Wir waren ja der Meinung, wir hätten schon einen Grizzly im Yellowstone gesehen, vielleicht war es doch keiner

    Ein bärensicherer Schrank an jedem Stellplatz soll Lebensmittel schützen. Den brauchen wir nicht, da wir ja mit dem Falken unser Haus dabeihaben.

    Aber die Aussage beim Check-In war klar: „Don‘t leave the campsite without the bearspray.“

    Da wir nur eine Dose haben, können wir nur nacheinander zum Klo gehen

    Wie klug wir sind, wissen wir nun auch: im Gegensatz zu den Bären können wir die Müllcontainer öffnen und brauchen dafür auch weniger als zehn Minuten.

    Auch im Grand Teton NP sind Bereiche gesperrt

    Ansonsten ist der Grand Teton NP sehr hübsch. Wir merken jedoch, dass die vier richtig tollen Tage im Yellowstone noch in uns nachklingen und wir noch keinen Raum für Neues haben. Daher gibt es morgen eine zweite Tour durch den Park.

    Ein altes Siedlerhaus
    Eine Kapelle, die noch genutzt wird mit…
    … einem spektakulären Blick vom Altar aus. Da braucht es keine weitere Kunst
  • Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus…

    Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus…

    Ja, wir schreiben den 10. Juni 2026 und es schneit. Uns wurde schon gesagt, dass man hier im Park alle Jahreszeiten innerhalb kürzester Zeit erleben kann. Zum Glück haben wir unser Haus immer dabei und heute Vormittag war es zwar kalt, aber sonnig. So konnten wir Einiges ansehen.

    Yellowstone Lake
    Black Pool
    Vulkankrater im Yellowstone Lake
    Prismatic Spring
    Es schneit
    Nach der Wanderung Prismatic Spring
    Da Bernd als Fahrer nicht mitspielen durfte, hat Tanja das Yellowstone-Bingo gewonnen
    Voll krass! Ein Schwarzbär direkt vor unserem Camper, zum Glück auf der Fahrt, nicht am Campingplatz

    Bei einem Dinner im ehrwürdigen Old Faithful Inn lassen wir den Abend ausklingen.

  • Grand Canyon of the Yellowstone

    Grand Canyon of the Yellowstone

    Es bleibt abwechslungsreich, auch in Sachen Wetter: 10 Grad und Regen.

    Da wir aber wahre Glückskinder sind, haben wir es tatsächlich geschafft, immer bei relativ gutem Wetter die einzelnen Spots zu erkunden. Wir sind wieder über 10 km gewandert und haben 100 Höhenmeter auf 450 Meter Länge gemacht. Puha. Die Belohnung war gigantisch.

    Lower Fall im Canyon
    Yellowstone River
    Wir standen direkt über dem 100 m langen Wasserfall
    Bernd an einem anderen Aussichtspunkt zum Lower Fall

    Nun wissen wir auch, warum der Park Yellowstone heißt. Ziemlich naheliegend wegen des gelben Steins im Grand Canyon of the Yellowstone.

    Dann durften wir heute noch einmal feststellen, dass der Yellowstone Park ein aktiver Vulkan ist. Überall dampft und sprotzt es raus. Und es riecht wahnsinnig nach Schwefel.

    Sulphur Caldron
    Mud Volcano
    Dragon Mouth Spring – man hat das Gefühl, in der Höhle befindet sich Smaug
    Tanja an den Terrassen in Mammoth Hot Springs
    Die Terrassen in Mammoth Hot Springs

    Wie es in den Bergen so ist, mussten wir viele Serpentinen fahren. Ein Teil der Reisegruppe war währenddessen etwas angespannt. Glücklicherweise nicht der Fahrer (das war jetzt ganz bewusst nicht gegendert).

    Es war der dritte Tag im Park und wir haben noch nicht mal alles gesehen. Er ist riesig und unglaublich abwechslungsreich.

  • Uns fehlen die Superlative

    Uns fehlen die Superlative

    Während sich der gestrige Tag rund um die Tierwelt drehte, ging es heute (8.6.26) an die Geysire. Es war amazing, wirklich atemberaubend. Wir können es nicht beschreiben. Daher hier ein paar fotografische Eindrücke. Zum Glück keine Riechfotos. Es liegt ein permanenter Geruch nach Schwefel in der Luft.

    The old Faithful Geysir bricht ungefähr alle 60-90 Minuten aus
    Morning Glory Pool
    Es blubbert an allen Ecken und Enden
    Wie ein Whirpool, nur viel zu heiß
    Bison mit Baby vor Geysiren
    Immer Obacht!
    Im Old Faithful Inn

    Eins fällt auf: der Park ist für viele Besucher:innen gerüstet und es kommen sehr viele. Von den 4,8 Millionen jährlich sind es allein eine Million im Juli. Der Rest war wohl heute da. Unglaublich, was so los ist. Besonders, wenn ein Geysir zur in der NPS-App angekündigten Zeit ausbricht, sind Massen an Menschen unterwegs. Wahnsinn. Auch die Campingplätze sind komplett ausgebucht. Wir haben unsere Stellplätze vor einem Jahr gebucht, um auf jeden Fall im Park schlafen zu können, da die Wege sehr weit sind. Heute schlafen wir auf dem Canyon Campground, wieder ohne Strom und Wasser. Letzte Nacht wurde es mit -2 Grad etwas frisch. Die Heizung im RV hat sich selbst eingeschaltet. Das hatten wir auch noch nie.

  • Expeditionen ins Tierreich

    Expeditionen ins Tierreich

    Wir kommen uns ein bisschen wie Heinz Sielmann vor. Und sehen etliche Menschen mit sehr großen Teleobjektiven. Doch von vorn: Nach einer spektakulären Fahrt von Cody über den Chief Joseph Scenic Highway ging es ein kleines bisschen durch Montana und ab in den Yellowstone NP.

    Wir haben heute (7.6.26) etliche Bisons (mit Babies), eine Bergziege und auch schon drei Bären gesehen. Gerade Bärensichtungen sind wohl eher selten und erkennbar an den vielen Autos, die die Straße blockieren und Rangern, die die Menschen darauf hinweisen, dass Bären echt gefährlich sind.

    Da irgendein Idiot während der Fahrt den Außenspiegel auf der Fahrerseite unseres RVs abgefahren hat, mussten wir im Park eine Werkstatt aufsuchen, wo uns ein Provisorium angebaut wurde. Shit happens.

    Besser als kein Rückspiegel

    Aber eigentlich passt es ganz gut. Denn die Werkstatt befindet sich im Canyon Village, wo es auch Bärenspray zu mieten gibt. Das haben wir nun also auch und sind gut gerüstet für die Zeit im Park.

    Endlich kommt das Fernglas zum Einsatz, das Bärenspray hoffentlich nicht
  • Buffalo Bill

    Buffalo Bill

    Wie angekündigt, haben wir uns heute ausführlich mit Buffalo Bill Cody beschäftigt. Bill hat den Ort Cody gegründet und ein Hotel namens „Irma“ hier bauen lassen. Außerdem hat er aufwändige Westernshows produziert und ist sogar in Europa auf Tournee gewesen. Er hat quasi den wilden Westen nach Europa gebracht.

    Das Werbeplakat für London
    Modell der Arena
    Das Tourzelt von Buffalo Bill

    Man ist hier sehr stolz auf ihn.

    Immerhin beleuchtet das Museum nicht nur Bill und seine Ruhmestaten, sondern hat wunderbare Ausstellungen zum Leben und Wirken der Natives, damals wie heute,

    und zu den Tieren im Yellowstone NP. Beides durchaus sehenswert.

    Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass es eine eigene Ausstellung zum Thema „Waffen“ gibt. Ziemlich verstörend und noch verstörender, dass alle es völlig normal finden.

    Immerhin ein rosa Waffenzimmer für die Frauen

    Ansonsten haben wir uns gestern und heute auf die Tour in den Yellowstone NP vorbereitet: einkaufen, tanken, Frischwasser nachfüllen, dumpen und duschen. Morgen früh geht es los. Das erste Mal seit langer Zeit wohl als early bird, so es denn klappt.

    Da wir sehr wahrscheinlich im Park kein Netz haben werden, melden wir uns spätestens am Freitag wieder. Bis dann! 👋

  • Wat mutt, dat mutt

    Wat mutt, dat mutt

    Es nützt ja nichts: Cody ist „Rodeo Capital of the world“, dann muss man zum Rodeo, vor allem, wenn ein Shuttlebus vom Campingplatz zum Rodeo fährt.

    Unser Shuttle

    Auf Fotos mit dem Bullen Norman haben wir verzichtet, auch aufs eigene Bullriding, aber die Show haben wir uns angesehen:

    Country Musik zur Einstimmung

    Begrüßung mit Werbung zu Pferde

    Wildpferde

    Gebet (!) mit einem abschließenden „Amen“ des Publikums

    Nationalhymne: Aufstehen und Hand aufs Herz

    Acht Sekunden auf einem bockenden Pferd sitzen bleiben – autschn

    Rodeo-Clowns

    Auf einem galoppierenden Pferd sitzend mit dem Seil ein wild rennendes Kälbchen einfangen

    Saddle Bronc riding – das ursprüngliche Rodeo

    Kinderprogramm

    Sketch vom Rodeoclown mit einer in diesen Zeiten interessanten Message: jeder Clown kann Präsident werden

    Team Roping: zu zweit ein Kälbchen mit Seil einfangen

    Moms fight: sich schlagen mit Poolnudeln

    Trickriding

    Barrel Racing

    Rodeo Clown

    Bull Riding

    Wir haben uns amüsiert, auch wenn es irgendwie schräg ist. Shows veranstalten können die Amis, das muss man ihnen lassen.

  • Bernd hat heute leider kein Foto für Dich

    Bernd hat heute leider kein Foto für Dich

    Denn Bernd ist spontan statt 200 km 500 km durch Wyoming gefahren. Das dauert und zieht sich.

    Auf den 500 km kamen wir durch ca. drei Ortschaften mit höchstens 300 Einwohnern – dagegen ist Dithmarschen wirklich dicht besiedelt

    Doch zunächst zum gestrigen Filmabend. Ein Klassiker. Heute trafen wir an der Baustellenampel einen echten Fan des Films. Nunja. Auch wenn unser Englisch besser wäre, wäre die Handlung trotzdem dünn gewesen. Aber es war der dritterfolgreichste Film des Jahres 1977, nach Star Wars IV und Smoky and The Bandit (Ein ausgekochtes Schlitzohr). Saturday Night Fever kam auf Platz 4. Also ein Klassiker, wie gesagt.

    Was natürlich der Hammer war, dass man beim Gucken des Films gleichzeitig die Filmkulisse in echt sieht. Das haben wir noch nie erlebt und das hat den Abend wirklich zu einen tollen Erlebnis werden lassen.

    Im Vordergrund der Fernseher, im Hintergrund Devils Tower

    Nun sind wir in Cody, der Yellowstone NP ist in der Nähe. Wir werden in Ruhe den Ort erkunden, lernen wahrscheinlich viel über Buffalo Bill, genießen den Pool und das schöne Wetter, bevor es am Sonntag in den ältesten Nationalpark der USA geht.

  • Close Encounters of the Third Kind

    Close Encounters of the Third Kind

    Filmexpert:innen wissen jetzt schon, wo wir sind: am Devil‘s Tower bzw. Bear Lodge, wie der Berg von den Natives genannt wird. Irgendwo im nirgendwo befindet sich der Berg, entstanden nach einem Vulkanausbruch oder der Legende der Natives nach, als Kinder vor einem Grizzly flohen und der Große Geist einen Berg entstehen ließ, der den Kindern Zuflucht gewährte.

    1977 kam Steven Spielberg und drehte hier den Film „Die unheimliche Begegnung der dritten Art“.

    Der Film wird seitdem fast jeden Abend auf dem KOA Campingplatz gezeigt. So auch heute und wir sind dabei. Der Campingplatz ist übrigens ein Orginalschauplatz im Film. Der Ausblick von unserem Stellplatz aus ist phänomenal.

    Ein Kleinod haben wir auf dem Weg hierher entdecken dürfen: das „Frontier Auto Museum & Cafe“ in Gilette (Wyoming). Liebevoll restaurierte Autos, dazu Leuchtreklamen und allerlei Zeugs. Alles von einer Familie restauriert, dekoriert und ausgestellt. Einfach zauberhaft.

    Endlich sind wir im Game: Refill bei Wendy´s kurz bevor man den Fast Food Laden verlässt. So geht das.