Heute haben wir endlich einen differenzierten Blick auf die Geschichte der USA und auf die Präsidentschaft von Lyndon B. Johnsen (1963-1969) erleben dürfen.



Was für eine Wohltat. Eine Sonderausstellung in der Lyndon B. Johnson Presidental Library in Austin beschäftigte sich damit, dass die USA schon immer ein Einwanderungsland waren und es immer sein werden. Die Ausstellung läuft erst seit Januar 2026 und ist hochaktuell.

Es wurde wirklich alles beleuchtet und berücksichtigt: Johnsons unglaublicher Reformwille, aber auch das vielfach kritisierte Verhalten während des Vietnamkriges. Es tat so gut, zu lesen und zu hören, wenn ein Präsident sein Amt als Amt des Zuhörens beschreibt und alle Menschen in den Blick nehmen möchte. Etliche Fernsehausschnitte nahmen uns mit in die 60er Jahre. Auch Karikaturen wurden gezeigt.

Es war ein inspirierender und berührender Vormittag. Die Library ist sehr zu empfehlen.
Der nächste Lichtblick war der Besuch der Silos in Waco. Die Silos sind Teil des Firmen-Imperiums von Chip und Joanna Gaines, manch einem vielleicht bekannt aus FixxerUpper. Rund um die Silos sieht es so schön aus: Kräutergärten, Food Trucks, Shops, schöne Sitzgelegenheiten. Einfach nur schön.

Als wir abends an unserem Campground am Lake Whitney angekommen sind, wurden wir sofort von einem freundlichen Texaner mit den Worten „It’s crazy and wonderful to meet people from Europe. We have a pretty crazy president right now. But don’t say this in Texas“, gab Bernd ein Bier aus und wir haben über die Vorzüge von Weizenbier, Pils, Dunkelbier usw geplaudert. Er gab auch seine Deutschkenntnisse zum Besten: „Ein Stück Käsekuchen, bitte“, was ihm seine Großmutter beigebracht hat. Sehr lustig.

